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2008-07-02: Installation von YellowDog Linux auf XServe G5

Einleitung

Im Folgenden werde ich die Installation von YellowDog Linux 2008 auf einem XServe G5 beschreiben.
Falls kein weiterer G5-Mac vorhanden ist, um die Installation im Target-Disk-Modus durchzuführen, benötigt man neben dem XServe: Wenn man diese Komponenten eingebaut hat (siehe hier und hier), startet man den XServer.

Von DVD Booten


Installation

Folgendes ist während der Installation zu beachten:

Erster Start

Nach dem ersten reboot wird ein Konfigurations-Menü angezeigt. Dieses kann man z.B. nutzen, um die IP-Einstellungen nachzuholen.

Aufräumen

Leider ist die Standard-Installation für den Serverbetrieb nicht besonders gut geeignet. Um vorerst alle unnötigen Pakete ausser SSH zu deinstallieren, die TCP/UDP-Ports öffnen, geht man wie folgt vor:
# yum remove cups nfs nfs-utils nfs-utils-lib isdn portmap hpijs avahi

System-Tools

Da YellowDog Linux auf RedHat basiert, ist die Bedienung beider Systeme identisch. Hier werden kurz ein paar Tools/Files vorgestellt, die man immer mal wieder benötigen wird:

yum (Programm):
yum ist das RedHat-Paketverwaltungstool und kommt somit auch in YDL zum Einsatz. Mit yum lassen sich Standard-Pakete installieren, deinstallieren, updaten, etc.
# yum list | grep Paketname: Listet alle verfügbaren Pakete auf, die "Paketname" enthalten.
# yum install Paketname: Installiert das ausgewählte Paket und seine Abhängigkeiten
# yum remove Paketname: Deinstalliert das ausgewählte Paket und alle Pakete, die von diesem abhängig sind.

service (Programm):
service ist ein Tool, das auf Basis von init-Scripts in /etc/init.d/ Dienste startet und beendet. Ein Dienst hat dabei immer den Namen, den das init-Script trägt.
# service Dienst: Gibt eine Liste der möglichen Parameter für den Dienst aus
# service Dienst start: Startet den Dienst
# service Dienst stop: Beendet den Dienst
# service Dienst restart: Startet den Dienst neu

cfgchk (Programm):
cfgchk verwaltet den Status, den die verschiedenen Dienste bei bestimmten Runlevels einnehmen sollen.
# cfgchk Dienst on [Runlevel]: Dienst bei angegebenen Runleveln einschalten. Ein weglassen des Runlevels führt die Aktion auf RL 2-5 aus.
# cfgchk Dienst off [Runlevel]: Dienst bei angegebenen Runleveln ausschalten. Ein weglassen des Runlevels führt die Aktion auf RL 2-5 aus.
# cfgchk --add Dienst: Fügt den angegebenen Dienst der Konfiguration hinzu.
# cfgchk --list [Dienst]: Fügt den angegebenen Dienst der Konfiguration hinzu.


Abschluss

SSH-Konfiguration
Damit man sich auch remote auf dem Server einloggen kann, sollte man zunächst einen Benutzer anlegen:
# groupadd remote
# useradd -k /etc/skel -s /bin/bash -g remote -G remote -m -d /home/remote remote
# passwd remote

Diesem Benutzer gibt man dann über folgenden Eintrag in /etc/ssh/sshd_conf das Recht, sich über SSH einzuloggen:
PermitRootLogin no
AllowGroups remote
Grafikkarte deaktivieren
Folgende Befehle sorgen dafür, dass man die Grafikkarte wieder ausbauen kann. Der Output wird dann auf die serielle Konsole umgeleitet:
# nvsetenv boot-device hd:,\\:yaboot
# nvsetenv boot-screen scca
# nvsetenv console-screen scca
# nvsetenv input-device scca
# nvsetenv output-device scca
Nach dem Herunterfahren lassen sich die Grafikkarte und eventuell das optische Laufwerk wieder ausbauen. Zuvor sollte jedoch überprüft werden, ob der Login über SSH funktioniert.
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